G-Null-Phase



| 2019/2020 | Zellulose-Klebeband, sechs Glasplatten (ESG) 120 x 100 x 0,4 cm, Drahtseil und -klemmen, LED-Pinspot

| 2019 | leerstehendes Gewächshaus, Zellulose-Klebeband, sechs Glasplatten (ESG) 120 x 100 x 0,4 cm, Drahtseil und -klemmen, Umgebungslicht / natürliches Licht
Fotos: RD


mauerwerk



Mauerwerk III ist eine skulpturale Lichtarbeit. Es gibt zwei Räume. Im ersten Raum befinden sich bewegliche Lichtquellen, Hand-Arbeitsleuchten die von der Decke herabhängen und einmal mit einer warm-weißen und einmal mit einer kalt-weißen Lampe ausgestattet sind. Mit einer Bohrmaschine und verschiedenen Bohrern sind in die Wand, zwischen dem ersten und zweiten Raum, organische Strukturen eingearbeitet. Der zweite Raum ist abgedunkelt. Auf dessen Boden befindet sich die Substanz der Wand, der Bohrstaub. Durch das Betreten oder Interagieren der Besucher wird der Staub aufgewirbelt und macht die Lichtstrahlen sichtbar, die durch die Bohrlöcher fallen. Sind die Leuchten in Bewegung, verändert sich der Einfalls- und Ausfallswinkel des Lichts. Die Lichtflecken und -strahlen im zweiten Raum scheinen zu tanzen.

Die Überlegung zwei verschiedenfarbige Lampen zu verwenden hat sich während der Arbeit entwickelt. Das Licht der öffentlichen Plätze und Gassen in der Medina von Tunis ist geprägt durch warm-weißes Licht. Die privaten Räumlichkeiten oder Shops verwenden häufig kalt-weißes Licht. Ich wollte gerne beides in der Arbeit vereinen. Im ersten Raum mischt sich das Licht beider Lampen. Im Zweiten Raum sind die Lichtfarben in Strahlen und Flecken klar voneinander getrennt. Kurze Momente der Verbindung entstehen dabei durch die Interaktion der Besucher.

Mauerwerk III | 2018 | für INTERFERENCE, Tunis TN
zwei Räume, Arbeits-Handleuchten mit warm- und kalt-weißer Lampe
Fotos: RD

Mauerwerk II | 2018 | für HBKsaar Rundgang, Saarbrucken DE
Steinwand, Wandfarbe, Kleber
Fotos: RD

chaordisch

Zellulose-Klebeband, Kunststoffplatten, Nylonschnur, Kupferdraht, Lautsprecherkabel, LEDs und optische Linsen mit Blackout-Folie, Netzteil


Charakteristisch für diese Werkgruppe sind die besonderen, durch spezielle Objekte und Leuchten erzeugten, Licht- und Schattenphänomene. Für die Objekte zerschneide ich Zellulose-Klebeband und hefte es so aneinander, dass sich organisch anmutende Strukturen bilden. Die feinen und fragilen Gebilde verschweiße ich zwischen transparenten Kunststoffplatten und hänge sie an Nylonschnüren in den Raum. Durch leichte Luftströmungen beginnen die Objekte sich zu drehen. Für die chaordisch-Installationen benötige ich spezielle Leuchten die ich selbst, entsprechend der Raummaße, anfertige. Ich suche nach Anknüpfungspunkten in der Raumstruktur um die Leuchten, als bildnerische Elemente, in den dunklen Raum hinein wachsen zu lassen. Dabei ist jeweils ein Lichtkegel auf eines der Objekte gerichtet. So erscheinen an den Wänden die charakteristischen Schatten während Reflexionen der Objektoberflächen durch den Raum gleiten, als würden sie diesen abtasten. Es fasziniert mich einen Raum, durch dieses ausgeglichene Wechselspiel von Licht und Schatten, erfahrbar zu machen.

chaordisch 2.1 | 2018 | für EVI LICHTUNGEN Hildesheim
Künstlerische Leitung: Bettina Pelz
Produktion: Internationale Kunstprojekte Hildesheim e.V.
Fotos: Jennifer Braun